Earthlock
Reviews

Earthlock (Switch) im Test

Snowcastle Games hat das Strategie-Rollenspiel Earthlock auch für Nintendo Switch veröffentlicht, womit ihr das Abenteuer um den jungen Amon und seinem Onkel nacherleben könnt. Bereits zu Beginn stoßt ihr auf ein magisches Artefakt, wodurch ihr recht schnell zum gejagten werdet und auf der Flucht seid. Auf eurer Reise trefft ihr auf zahlreiche Begleiter und bestreitet strategische Kämpfe. Mehr zu Earthlock könnt ihr in meinem Test zum Spiel nachlesen.  

Von der Jagd nach Reliquien zum Gejagten  

Die Welt Umbra dient als Schauplatz von Earthlock und ist aufgrund eines Vorfalls nur noch an wenigen Teilen der Welt bewohnbar. Gleichzeitig haben sich neue Zivilisationen gegründet, wovon ein Großteil von dem sehr strengen Imperium beherrscht wird. Wer nicht auf der Seite des Imperiums steht, wird verfolgt und terrorisiert. In den ersten Minuten des Spiels lernt ihr bereits verschiedene Hauptcharaktere kennen, welche von ihren Handlungsstrengen zu Beginn noch voneinander getrennt sind. Für jeden der Charaktere nimmt sich das Spiel Zeit und erzählt jeeweils deren Blickwinkel bis zu einem Punkt, an dem entsprechend die Charaktere zu einer Gruppe zusammengebracht werden.  

Unter anderem lernt ihr den Schatzjäger Amon mitsamt Onkel Benjo kennen, welche in alten Ruinen nach Reliquien und magischen Artefakten der alten Zivilisation suchen. Die beiden stoßen selbstverständlich auf ein besonderes Artefakt, hinter welchem auch das Imperium her ist. Damit wird unser junger Held zum gejagten und befindet sich fortan auf der Flucht. Des Weiteren lernt ihr auf eurer Reise noch den Gelehrten Gnar, die Kriegerin Olia sowie Ivory, die Tochter eines suvischen Generals, kennen, welche euch fortan begleiten. Damit bildet sich eine sympathische Truppe um euch. Auch sonst ist die Geschichte ganz solide und erinnert an den ein oder anderen Rollenspiel- Klassiker.  

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Die Städte sind leider recht leer und bieten lediglich Einkaufsmöglichkeiten sowie die Möglichkeit, neue Quests anzunehmen. In den meisten Fällen begebt ihr euch in einen der vielen Dungeons. Dort trefft ihr auf eine Vielzahl von Gegner und findet euch in einem rundenbasierten Kampfsystem wieder, welchen recht unterhaltsam ist. Nacheinander kann jeder eurer Charaktere angreifen und eine Aktion ausführen. Je nach Spezialfähigkeiten kann ein Held auch schon mal hintereinander angreifen, was euch weiter Vorteile im Kampf bringt.  

Zudem lässt sich die Haltung eines Charakters ändern. Jeder der Charaktere verfügt über zwei Angriffsstile. Darunter Nah- und Fernkampf-Angriffe sowie Magie. Gleichzeitig nimmt jeder Charakter eine andere Rolle in unserem Team ein. Ob agiler Kämpfer, starker Tank, Fernkampfspezialist oder heilender Magier. Entsprechend wird auch die Zahl der Manöver von der Ausrichtung bestimmt. Darüber hinaus hat jeder Charakter sein eigenes Talentbrett, worüber neue Fähigkeiten sowie Attributverbesserungen mit Hilfe von gesammelten Talentpunkten freigeschaltet werden können. Dabei könnt ihr euch in verschiedene Richtungen entwickeln, Gegenstände wirken sowie Synergie-Effekte freischalten, wenn Felder miteinander verbunden werde. Auf jeden Fall eine interessante Umsetzung der individuellen Charakterentwicklung.  

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Anspruchsvolle Kämpfe, Pflanzenanbau und ansprechender Look 

Die Dungeons bieten sowohl herausfordernde Kämpfe und als auch einfache Schalter-Rätsel. Zudem könnt ihr zwischen den Charakteren wechseln und jeweils unterschiedliche Talente nutzen, um bestimmte Rätsel zu lösen. So kann können manche Wege nur bestritten oder manche Objekte nur mit den Talenten eines bestimmten Charakters aktiviert werden. Bosskämpfe dürfen natürlich auch nicht fehlen. Zudem sind die Gegner nicht allzu schwach und stellen daher eine gelungene Herausforderung dar, auch wenn die Kämpfe an sich nicht anspruchsvoll sind.  

Aufgrund dessen braucht ihr regelmäßig Heilungsitems, um eure Lebenspunkte entweder wieder aufzufüllen oder gar eure besiegten Verbündeten wieder zu beleben. Da diese Gegenstände jedoch vor allem zu Beginn recht viel Geld kosten, solltet ihr Samen auf dem Beet in Plumbet pflanzen. Diese Stadt dient auch grundsätzlich als Rückzugsort und kann auch von überall über die Schnellreise angesteuert werden. Die Beete müssen stets befeuchtet werden, um das Wachstum der Pflanzen zu gewährleisten. Neben hilfreicher Gegenstände könnt ihr auch neue Materialien für das Crafting freischalten und erhaltet zudem immer neue Samen. Es kann auch zu Mutationen bei den Pflanzen kommen, wodurch ihr wiederum besonders seltene Materialien erlangen könnt. Daher lohnt sich die Pflege eures Beets ganz besonders.  

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Optisch verfolgt Earthlock auf jeden Fall einen besonderen Stil. Sowohl das Charakterdesign, dass der Monster und die Spielwelt selbst wissen zu gefallen und bieten einige schicke Details. Damit wirkt die Spielwelt recht farbenfroh und freundlich, wenn auch stellenweise etwas karg. Wirklich umhauen tut die Grafik jedoch trotzdem nicht. Eine Synchronisation fehlt leider komplett. Der Sound ist ganz angenehm und untermalt euer fantastisches Abenteuer.  

Mein Fazit zu Earthlock 

Euch erwartet mit Earthlock ein solides Indie-Rollenspiel für Nintendo Switch. Die Handlung haut mich zwar nicht wirklich um, doch lernt ihr im Laufe des Spiels einige interessante Charaktere mit unterschiedlichen Beweggründen kennen, welche sich letztendlich zu einer sympathischen Truppe zusammenschließen. Auch das Gameplay stellt eine interessante Mischung aus rundenbasiertem Kampfsystem, einfachen Rätseln und typischen Dungeons dar. Technisch als auch grafisch wirkt der Titel schon etwas angestaubt und bietet nicht den Komfort heutiger Titel. Vor allem die Charakterentwicklung sowie das Crafting wissen jedoch positiv aufzufallen. Wer eher auf klassische Rollenspiele steht, wird an Earthlock seinen Gefallen finden.