Revenant Saga (Switch) im Test

Revenant Saga

Mit Revenant Saga ist ein interessantes JRPG aus dem Hause KEMCO für Nintendo Switch erschienen. Ursprünglich erschien der Titel bereits 2014 als kostenpflichtiges mobiles Game für Android sowie iOS und schaffte es später auch auf andere Plattformen. Nun ist das Original japanische Rollenspiel auch für Nintendo Switch im eShop als digitaler Download erschienen. Ob sich der Titel lohnt, möchte ich euch in dem folgenden Test verdeutlichen.

Eine schwere Seuche befällt die Welt 

In Revenant Saga treibt eine schwere Seuche ihr Unwesen und lässt vor allem Erwachsene dahinraffen. Dabei sind unter anderem die Eltern des Protagonisten Albert umgekommen und nun hat es auch die Eltern seiner Freundin Anna getroffen. Darauf taucht der mysteriöse Dr. Moreau auf und verspricht Heilung der Seuche, wofür Albert und seine Freundin sich als Versuchsobjekte anbieten. Unerwartet offenbart sich der Doktor jedoch als dunkler Bösewicht und hat versucht die beiden in willenlose Kämpfer, sogenannte Revenants zu verwandeln. Bei Albert misslingt jedoch der Vorgang und er ist zur einen Hälfte Mensch und zur anderen Hälfe ein Revenant. Damit verfügt er nun über besondere Kräfte, welche ihm im Kampf gegen allerhand Monster helfen werden.  

Gleichzeitig versucht Albert natürlich sein Geheimnis bedeckt zu halten und Dr. Moreau zu jagen. Auf eurer Reise trefft ihr zudem auf einige weitere Auserwählte, welche ebenso mit schwierigen Situationen konfrontiert wurden und sich eurer Gruppe anschließen. Die Dialoge zwischen den Charakteren können dabei ab und zu auch ganz unterhaltsam oder humorvoll ausfallen. Bevor ich auf den größten Kritikpunkt des Spiels eingehen möchte, möchte ich zunächst auf die positiven Aspekte des Spiels eingehen. Denn neben der an sich ganz interessanten Handlung, hat mir auch das Gameplay gut gefallen.   

Revenant Saga Screenshot 01

Revenant Saga Screenshot 02

Die Kämpfe treten zwar zufällig auf, was nicht jedem gefällt, doch dank einer Autokampf-Funktion gestaltet sich das sehr angenehm. Zugleich nimmt dies euch auch ziemlich viel Arbeit ab und vereinfacht die Kämpfe sehr stark. Wer jedoch Wert auf strategische Kämpfe legt, der kämpft selbstverständlich selbst und hat zahlreiche Optionen zur Auswahl. Auch der Stufenaufstieg geht recht schnell von statten, wodurch ebenfalls die Kämpfe nochmal einfacher werden. Da kann man nur hoffen das die Bosse oder zufällig auftretende Gegner, welche besonders stark sind, die gewünschte Herausforderung bieten. Die Monster können in ihrer Größe und Stärke nämlich stark variieren.  

Die Spielwelt in ihrem Pixel-Look ist recht linear und bietet kaum Überraschungen. Jede Stadt bzw. Jedes Dorf ist nach demselben Prinzip aufgebaut. Es lässt sich stets ein Questgeber, ein paar Händler, eine Kirche sowie eine Taverne zur Nächtigung finden. Außerhalb davon lassen sich große eher karge Flächen finden, an welchen dann die Zufallskämpfe ihren Platz finden. Nicht selten wird auch mal ein Weg versperrt und dieser kann nur durch das Voranschreiten in der Haupthandlung geräumt werden. Trotz der Linearität und des zumeist gleichen Aufbaus motiviert vor allem die Handlung von Revenant Saga am Ball zu bleiben. Zumindest was den Umfang anbelangt, werdet ihr recht lange mit dem JRPG beschäftigt sein. Auch könnt ihr bestimmte Ziele verfolgen, bei welchen ihr nach Erfüllung entsprechend belohnt werdet.  

Revenant Saga Screenshot 03

Revenant Saga Screenshot 04

Neben den Hauptquests warten auch zahlreiche Nebenaufgaben auf euch. Durch die Erledigung dieser, werdet ihr mit Kristallen belohnt. Mit diesen könnt ihr wiederum eure Waffen aufwerten. Das lohnt sich jedoch nur, sofern ihr auch die momentan beste Waffe besitzt und aufwertet. Es wäre sonst sehr schade, wenn im nächsten Shop bereits eine bessere Ausrüstung auf euch wartet.  

Wie zuvor erwähnt, erscheint der Titel in einem klassischen Pixel-Look. Die Kämpfe bilden hierbei die einzige Ausnahme und werden in 3D-Optik wiedergegeben. Die rundenbasierten Kämpfe biete damit deutlich hübschere 3D-Modelle und Umgebungen, auch wenn diese schon lange nicht mehr zeitgemäß sind. Wenn man jedoch überlegt, dass es sich hierbei um einen ehemaligen Mobile-Titel handelt, ist das ganz passabel. Die 2D-Sprites der Spielwelt sind recht simpel und bieten kaum Abwechslung. Vor allem die Animationen hätten besser sein können. Jeder der Charaktere läuft durchgehend. Wenn ihr es seht, wisst ihr was ich meine. Auch die Steuerung eures Charakters ist sehr ungenau. Immerhin bietet das Spiel eine an die Controller angepasste Steuerung. Die Bildschirmtexte im Spiel sind alle zudem nur in englisch verfügbar.  

Revenant Saga Screenshot 06

Mein Fazit zu Revenant Saga 

Mit Revenant Saga für Nintendo Switch wartet ein ehemaliger Mobile-Titel aus dem Hause auf euch, welcher auch für Konsolen angepasst wurde. Die Handlung ist recht interessant und auch vom Spielgefühl richtet sich der Titel vor allem an Fans von klassischen Rollenspielen. Trotz starker Linearität, mäßiger Optik und Steuerung kann das Spiel gewissermaßen motivieren und mit gutem Umfang punkten.

Revenant Saga ist trotz seiner Schwächen auf eine gewisse Art charmant. Wer also auf der Suche nach einem günstigen japanischen Rollenspiel ist, der sollte sich Revenant Saga mal anschauen. Für 10 Euro im eShop macht man kaum etwas falsch. Wer jedoch hohe Ansprüche hat und ein sehr hochwertiges JRPG sucht, der sollte es lieber sein lassen.  

Vielen Dank an KEMCO für die Bereitstellung des Review-Codes.
 

Comments (1)
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